Burgruinen im Allgäu – bei Burgfräuleins und Rittern

Die Ruinen Eisenberg und Hohenfreyberg – einst stolze Herrschaftssitze – wirken heute noch wie eindrucksvolle Machtsymbole. In den alten Mauern, die Gänge und Verließe erahnen lassen, ist das Mittelalter noch sehr präsent.

Burgruine Hohenfreyberg bei Hopferau im Allgäu

Burgruine Hohenfreyberg

  • oberhalb von Eisenberg
  • gegenüber der Ruine Eisenberg
  • errichtet um 1432

Die Nachbarburg der Burgruine Eisenberg ist auf einem schönen Wanderweg über Wiesen und durch Wälder erreichbar. Ungefähr auf halber Strecke des Weges sollte man unbedingt an der Schlossbergalm bei einer wohlverdienten Brotzeit mit grandiosem Ausblick Rast machen.

Burgruine Eisenberg

  • oberhalb von Eisenberg
  • auf 1.055 m Höhe
  • errichtet um 1315

Diese Burg wurde über Jahrhunderte nach und nach erweitert und umgebaut. Nach einem Brand 1646 wieder komplett aufgebaut, gilt sie heute als eine der malerischsten und größten Burgruinen Bayerns. Auf einem Wanderweg bergan durch Wiesen und Wälder kann man diese Burg erkunden. Unterhalb der Burg gibt es in der Schlossbergalm eine zünftige Brotzeit.

Burgenmuseum in Eisenberg

Burgenmuseum Zell

  • zahlreiche Bilder und Schautafeln
  • Fundstücke von der Ruine Eisenberg

Das Museum ist eine interessante Ergänzung zur Besichtigung der Ruinen: Während der Erhaltungsmaßnahmen auf der Ruine Eisenberg wurden so viele Funde zutage befördert, dass der Burgenverein 1985 ein Museum eröffnen konnte.

Weitere Burgruinen

  • Burg Falkenstein in Pfronten:
    hier wollte der Märchenkönig König Ludwig II. ein Schloss bauen, das Neuschwanstein übertreffen sollte.
  • Burgruine Eherenberg bei Reutte (Tirol):
    eine der ältesten und wichtigsten Festungsanlagen im nördlichen Tiroler Voralpenland mit Geschichte zum Anfassen.
  • Burg Hopfen am See:
    bestens für einen kleinen Ausflug geeignet, nach dem kurzen Aufstieg wird man mit einem tollen Blick auf den Hopfensee und die dahinter liegende Bergkulisse belohnt.
  • Burg Sulzberg in Sulzberg:
    die Herren von Sulzberg ließen die Burg ca. im 12. Jahrhundert bauen und anschließend erweitern bzw. umbauen.

Burgruinen Allgäu

Burgruinen im Allgäu Schlösser und Stadtmauern - das sind die beeindruckenden Zeitzeugen die es im Allgäu noch viel zu entdecken gibt. Die Burgruinen prägen dabei sehr das Landschaftsbild, da sie meist strategisch sinnvoll auf Hügeln oder Bergen platziert wurden. Dabei ist die Burgruine aber nicht mit dem Schloss zu verwechseln. Die Burg ist ein Wohnsitz für Adelige, der eher der Abwehr diente. Leider gerieten jedoch die meisten der Burgen in Verfall - deshalb spricht man dann von der Ruine. Die Gründe für den Verfall sind meist der damalige wirtschaftliche Niedergang des Adels, Brände durch Funkenflug oder Blitzeinschläge sowie die Zerstörung durch Kriegszeiten.

Trotzdem strahlen die massiven Überreste der Bauwerke eine mystische Stimmung aus. Gerade die Burgrinen Allgäu bieten durch ihre erhöhte Lage einen herrlichen Blick auf die Allgäuer Berggipfel und Täler. In der gegründeten Burgenregion Allgäu haben sich 23 Städte und Gemeinden zusammengetan, um gemeinsam die Burgenlandschaft im Allgäu zu erhalten und zu fördern.

Das mittelalterliche Allgäu & Museen

Die Geschichte des Allgäus ist im Mittelalter stark vom Hochstift Augsburg und dem Fürststift Kempten geprägt. Beide besaßen einige Burgen und quartierten dort ihre Dienstleute ein. Auch die Kirche mit Klöstern beispielsweise in Ottobeuren, Füssen oder Irsee bei Kaufbeuren unterhielten Burgen.

Die Geschichte der Burgruinen Allgäu und deren Bewohner ist in zwei besonders tollen Museen anschaulich aufgearbeitet: Die Burgenmuseen in Kempten und Eisenberg haben informative und sehenswerte Ausstellungen.