Schloss zu Hopferau

Beschreibung
Schloss zu Hopferau ist das Schmckkästchen des Dorfes und könnte viele Geschichten erzählen: 1468 von Ritter Sigmund von Freyberg-Eisenberg als Jagdschloss erbaut, wurde es 1830 von Domenico Quaqlio, dem Baumeister von Schloss Hohenschwangau, in den neugotischen Stil versetzt. Durch die originale Schloss-Eingangstür hindurch finden Sie sich in einem stilvoll eingerichteten Empfangssaal wieder: Das romantische Taufbecken aus dem 12. Jahrhundert und die vier Skulpturen sind der Blickfänger. Hinauf durch das hölzerne Treppenhaus befindet sich der historische Tafelsaal. Dieser ist mit seiner handkolorierten Tapete, die zu Zeiten Napoleons im Holzmodeldruckverfahren gefertigt wurde, besonders sehenswert. In dieser Form existieren nur noch drei Tapeten europaweit. Der Raum ist ausgestattet mit original Möbeln im Stil des Ulmer Barock von 1900 und zwei italienischen Kachelöfen aus dem Jahre 1520. Im prächtigen Rittersaal finden jährlich etwa 100 Trauungen statt. Dort sind sowohl die spätgotische Holzdecke als auch die Wandvertäfelung noch aus den Gründerjahren. Von dort aus gibt es einen kleinen Eingang zur Marienkapelle, eine begehbare Ganzjahreskapelle. Die Hauskapelle des Schlosses überrascht mit einem schönen Flügelaltar sowie einer Replika der Madonnenfigur im spätgotischen Stil.
Das Schloss vereint aber auch Tradition mit Moderne - hier setzte Konrad Zuse den ersten Computer der Welt ein und begründete damit das digitale Zeitalter.
Lassen auch Sie sich von der besonderen Atmosphäre verzaubern - entdecken Sie das Schloss zu Hopferau mit Ihren eigenen Augen und lernen Sie viele weitere Besonderheiten kennen.
Beschreibung
Geschichte des Schlosses
Das über 550 Jahre alte Schloss zu Hopferau hat eine sehr bewegte Vergangenheit. Als Jagdschloss von Ritter Sigmund erbaut, erwarb es sich aufgrund seines Komforts (im Vergleich zur Burg Hohenfreyberg) sehr schnell einen guten Ruf als Haus der Gastlichkeit und der Behaglichkeit. Neben Rittern, Fürsten und anderen Adeligen beherbergte es nach der Überlieferung auch einige namhafte Persönlichkeiten, über die man in zahlreichen Geschichtsbüchern lesen kann. Aufgrund der hohen Frequenz dieser prominenten Personen wurde das Schloss zu Hopferau seit Mitte des 16. Jahrhunderts mehr und mehr zu einem gesellschaftlichen Mittelpunkt des Allgäus.
Die „Hopfer-Au“ war einst im Besitz der Herren von Hohenegg zu Vils. Diese traten sie 1385 an die Herren von Freyberg ab.
Nach der Teilung der Ritterherrschaft zwischen den Brüdern Wilhelm und Sigmund von Freyberg-Eisenberg entsteht 1467 die Herrschaft Hopferau.
1468 lässt Ritter Sigmund das Schloss zu Hopferau erbauen.
1504 wird das Schloss um eine Kapelle erweitert (die heutige Dorfkirche).
Die Ritterherrschaft Hopferau bleibt im Besitz der Hopferauer Linie der Freyberg-Eisenberger und wird etwa um 1790 um den Ostflügel erweitert.
1838 veräußern die Schwestern Albertine und Pauline von Freyberg-Eisenberg zu Wellendingen das mittlerweile von Domenico Qualio umgestaltete und um die neugotische Fassade erweiterte Haus an den ersten Privatbesitzer, den Postexpediteur Michael Kolb aus Füssen.

Beschreibung
1839 kauft Freiherr von Ponickau aus Füssen das Schloss.
1910 lebt und arbeitet der neue Besitzer Paul Segisser, ein Kunstmaler aus Karlsruhe, im Schloss zu Hopferau.
1933 ist das Schloss herrenlos, im Besitz des Hausschlüssels ist der Nachbar Otto Keller.
1937 kauft Georg Halbich, Bildhauer aus München, das stark renovierungsbedürftige Schloss und investiert viel Geld und Zeit in die Restaurierung.
1946 sucht Konrad Zuse in Hopferau Zuflucht und baut im Keller des Mehllagers der damaligen Bäckerei (heute der Schlossparkplatz) den Z4, den ersten elektromechanischen Rechner, und nimmt ihn in Betrieb.
1979 ist das Schloss im Besitz der Familie Judith Böser, der Enkeltochter von Georg Halbich.
1999 Die Kultur-Stiftung Füssen e.V. unter dem Vorsitz von Heinz Deuschle übernimmt das Schloss zu Hopferau, um den langfristigen Erhalt des Schlosses zu sichern.
Das Gebäude wird grundsaniert und zu einem Raum für Begegnungen umgebaut.
2001 ist das Gebäude nach seiner Renovierung erstmals wieder zugänglich.
2005 belebt die Betriebsgesellschaft Schloss zu Hopferau Ltd. unter der Leitung von Georg Kirchgäßner das Haus mit Gastronomie, Hotel und Events.
2011 erhält das Schloss einen neuen Besitzer, die BERA GmbH mit Sitz in Schwäbisch Hall.
2025 bekommt das Schloss zu Hopferau einen neuen Besitzer und gehört seit dem zum Festspielhaus Neuschwanstein in Füssen.
Erlebnis
Schloss zu Hopferau
Telefon0049 8364 984890eMailinfo@schloss-hopferau.com
StraßeSchloßstraße 9-11
PLZ87659
StadtHopferau
Es werden keine Führungen angeboten, das Schloss kann aber täglich von 10 bis 14 Uhr auf eigene Faust besichtigt werden!
Parkplätze vorhanden.








