Schlösser
Schloss Neuschwanstein
Märchenhaft idyllische Lage und wohl das berühmteste Schloß der Welt. In unmittelbarer Nähe von Schloss Hohenschwangau erbaute König Ludwig II. sein Schloss Neuschwanstein. Die einzigartige Lage auf einem Felsen über der Pöllatschucht mit Gebirgsblick könnte nicht dramatischer gewählt sein. Die Gestaltung der Innenräume orientiert sich an deutschen Rittersagen und an der musikalischen Ideenwelt Richard Wagners. Der in Anlehnung an die Wartburg bei Eisenach geschaffene Sängersaal ist mit Szenen aus der Parzival-Dichtung und der Gralssage geschmückt. Über zwei Geschosse erstreckt sich der 15 Meter hohe, in Blau und Gold gehaltene Thronsaal, der einer byzantinischen Basilika nachempfunden ist. Er wurde nie benutzt. Schon sieben Wochen nach dem Tod König Ludwigs II. wurde Neuschwanstein 1886 dem Publikum geöffnet. Sie sollten nicht versäumen einen Blick hineinzuwerfen und in die Traumwelten des Königs einzutauchen.
Schloss Linderhof
Die "königliche Villa " Ludwigs II. geht zurück auf ein Jagdhaus seines Vaters Maximilian II., das sog. Königshäuschen. Es wurde zwischen 1870 und 1872 mit einem U-förmigen Gebäudekomplex erweitert, in dessen Mittelpunkt das Paradeschlafzimmer lag. Der Neubau war wie das Königshäuschen ein hölzerner Ständerbau. Erst 1874 wurde die Außenfassade mit einem Steinbau ummantelt, das Jagdhaus wurde abgetragen und im Park wieder aufgebaut. Anschließend ergänzte man das Treppenhaus und stattete es im Stil des "Zweiten Rokkoko" aus.
Mitten im Gebirge mit Blick auf die Zugspitze ließ Ludwig II. ein kleines Schlosss errichten. Von außen eher schlicht, verbirgt das Holzhaus im Obergeschoss orientalische Pracht. Im üppig dekorierten, mit Diwanen und einem Springbrunnen ausgestatteten Türkischen Saal pflegte der König in der Abgschiedenheit der Bergwelt seine Geburts- und Namenstage zu feiern. Das Königshaus ist nur zu Fuß über Elmau oder Garmisch-Partenkirchen zu erreichen.
Schloss Hohenschwangau
war seit seiner frühen Jugend ein Lieblingsort Ludwigs II. Hier verbrachte er mit seinen Eltern eine Großteil seiner Kindheit. Das Anwesen geht auf eine Burg der Edlen von Schwangau aus dem 12. Jahrhundert zurück. Ludwigs Vater Maximilian II. (1811-1864) erwarb das heruntergekommene Schloss und ließ es 1832-36 zu seinem Familienwohnsitz umbauen. Die ockergelben Mauern vermitteln trotz der Zinnen und wuchtigen Türme einen freundlichen Eindruck. Beeindruckend sind die Gemächer von Königin Marie und das Schlafzimmer Ludwig II., dessen Decke sternförmige Öffnungen aufweist, die von hinten illuminiert werden konnten und so den Nachthimmel vortäuschten. Prachtvoll der Thronsaal, der einer byzantinischen Kirche nachempfunden ist und das Schlafzimmer Maximilinas, dessen Wände Bilder von einer Orientreise des Königs schmücken.