Für Genußradler: Ostallgäuer Emmentaler-Radweg
Radel- und Käsegenuss „häppchenweise“
Der Allgäuer Emmentalerradweg lockt mit Käsespezialitäten und allerhand Wissenswertem rund um das Thema Käse und Käseherstellung von Etappe zu Etappe. Aber nicht nur die Feinschmecker unter den Allgäu-Urlaubern geraten auf der 38,5 Kilometer langen Strecke ins schwärmen. Denn sicher ist allemal, dass die Fahrradstrecke einfach schön ist, denn sie führt mitten durch die Urlaubsregion um die Königsschlösser Neuschwanstein und Hohenschwangau. Wem die gesamte Strecke zu weit ist, der nimmt eine der Abkürzungen zwischendurch und strampelt sich so - durch herrlich grüne Wiesen und Hügel, vorbei an Burgen und Seen, stets das Alpenpanorama vor Augen und die kristallklare Allgäuer Luft um die Nase - von Käsestation zu Käsestation. Allerhand Kurzweiliges findet sich unterwegs für Familien mit Kindern: Sie finden ihren Spaß unterwegs auf zwei herrlichen Spielplätzen in Rückholz und Seeg. Dort gibt es Spielgeräte, die sich mit dem Thema Käse beschäftigen. Und großer Infotafeln aus Holz, die ihr Wissen durch das Öffnen kleiner Schublädchen preisgeben.
Drei Käsereien bieten den würzigen Allgäuer Emmentaler aus eigener Herstellung entlang der Strecke an: Die Hofkäserei Lipp, die Bergkäserei Weizern und die
Sennerei Lehern. Die Hofkäserei der Familie Lipp besticht durch die herrliche Lage des allein stehenden Bauernhofes mitten in der Natur. Ausschließlich die Milch vom eigenen Hof verarbeiten die Lipps zu Käse. Jeden Donnerstag laden sie ihre Besucher ein, die Butter aufs Brot einmal selbst zu machen. Wer will kann ihn sogar mit frischen Kräutern verfeinern und auf herzhaftem Bauernbrot „frisch gebuttert“ sofort genießen. In der Bergkäserei Weizern produziert man seit 1896 Käse. Besonderes Schmankerl dort sind die Kässpatzen, die jeden Mittwoch und Freitag von 11.00 Uhr bis 13.00 Uhr serviert werden. Die Sennerei Lehern existiert seit 1890 und stellt Allgäuer Emmentaler und Allgäuer Bergkäse aus der Milch der Hopferauer Bauern vor Ort her. Hier lüftet der Käser das Geheimnis der Löcher im Käse bei einer Führung durch die Käserei oder die historische Käsküche von 1908. Allgäuer Emmentaler und Allgäuer Bergkäse sind wirklich etwas Besonderes. Die beiden regionalen Käsespezialitäten wurden von der Europäische Union bereits mit ihrer „Ursprungsbezeichnung“ geschützt. Deshalb sind bei der Produktion strenge Qualitätskriterien zu beachten. Die Sennereien in der Region stellen die Hartkäsesorten beispielsweise aus roher Kuhmilch her. Die zur Herstellung benötigte Milch darf nur aus dem Allgäu stammen. Außerdem ist bei der Fütterung der Kühe kein Silofutter erlaubt. Die Kühe, die die Milch für den Allgäuer Emmentaler liefern, fressen also nur frisches Gras oder Heu. 28 Milchkühe hat der durchschnittliche Ostallgäuer Milchviehbetrieb. Kein Wunder also, das dieser Käse besonders schmeckt. Und gesund ist er auch noch: 100g Käse decken den kompletten Tagesbedarf an Calcium, an Vitamin A zu 34 % und an Eiweiß zu 60%.
Hier noch der Link zur Internetseite des Emmentaler Radweges:
www.emmentalerradweg.de